Die Möglichkeiten zum Verkaufen und Kaufen von Waren aller Art werden immer vielfältiger. Nicht nur das Internet, sondern auch die Entwicklung anderer Technologien, die mit ihm zusammenhängen, haben neue Vertriebswege und Marketingkonzepte eröffnet. Besonders Apps für Smartphones haben für Markt und Verbraucher ganz neue und mobile Möglichkeiten zum Konsum eröffnet.
Zum Mitnehmen
Neue Shopkonzepte bieten zahlreiche neue Konsumvarianten, die noch vor einigen Jahren wie Zukunftsmusik geklungen haben. Das Prinzip “Sehen und Habenwollen” hat sich schon immer als besonders wirksam erwiesen. Schon früh in seiner Urform als Verkaufskonzept entwickelt, kennt es der ein oder andere vielleicht aus Läden, Restaurants oder Hotels, in denen man alles kaufen kann, was man sieht. Sogar die Gardinen im Gastraum sind mit einem kleinen Preisschild versehen und können auf Wunsch erstanden werden. Ein daran angelehntes Konzept hat sich jetzt eine britische Supermarktkette überlegt und in Südkoreas Hauptstadt Seoul umgesetzt. In U-Bahn Stationen werden lebensgroße und gefüllte Supermarktregale an die Wände tapeziert und jeder einzelne Artikel mit Barcodes versehen. Diese speziellen Barcodes, genannt Semacodes, können von internetfähigen Handys mit entsprechender App eingelesen werden. So kann man ein Produkt seiner Wahl im Regal aussuchen, im Telefon die gewünschte Stückzahl angeben und in den virtuellen Warenkorb legen. Hat man sich alle notwendigen Lebensmittel aus dem unechten Regal zusammengesucht, kann man die Bestellung direkt per Internetverbindung abschicken und bekommt die Waren nach Hause geliefert. Dank modernster Logistik sogar innerhalb eines kurzen Zeitraums, sodass man die Bestellung, die man morgens auf dem Weg zur Arbeit bestellt hat, nach Feierabend schon vor der Haustür hat. Das Konzept ließe sich beliebig ausweiten, sodass auch Möbel und Gardinen, im öffentlichen Raum oder ebenfalls per Abbildung ausgestellt, auf diese Weise eingescannt werden könnten und der Konsument direkt mit der Bezugsquelle im Internet verbunden würde.
Moderne Zeiten erfordern moderne Einkaufskonzepte
Das Beispiel aus der Seouler U-Bahn zeigt, dass solche neuen Konzepte perfekt in den Tagesablauf und das Leben moderner Großstädter passen. Wer mit neuen Vertriebskonzepten überzeugen will, tut also gut daran, die vorhandenen auf ihre Tauglichkeit in der aktuellen Zeit und der modernen Lebensweise zu vergleichen. Auf dem Vormarsch ist sicherlich die ständige Verfügbarkeit, was schon viele Supermärkte dazu bewegt haben dürfte, ihre Öffnungszeiten großzügig auszuweiten. Auch die Lieferung bis an die Haustür wird von arbeitenden Verbrauchern mit knapp bemessener Freizeit dankbar angenommen. Nicht immer sind wünschenswerte Modelle allerdings umsetzbar, doch neue Entwicklungen könnten schon bald weitere neue Möglichkeiten eröffnen, wie das Beispiel Barcode fürs Smartphone zeigt. Wer also Lebensmittel, Mode oder Gardinen und Möbel an den Konsumenten bringen will, sollte weiterhin die Augen offen halten und kreativ werden.